Bilanz der Lutherdekade

Die Initiative Religionsfrei im Revier hat zum Abschluss der von der evangelischen Kirche zelebrierten“ Lutherdekade“ eine Broschüre mit dem Titel „Hassprediger Luther – Abgründe eines Reformators“ veröffentlicht. Hierin wird dokumentiert, mit welchem mörderischen Hass Luther Andersglaubende und Denkende verfolgt hat. Luthers Buch „Von den Juden und ihren Lügen“ war schließlich eine Blaupause für den Holocaust. Die ev. Kirche und Theologen wie Günter Brakelmann versuchen immer wieder, den Judenhass von Luther zu verharmlosen. Luthers Zitat „Wenn ich einen Juden taufe, will ich ihn an die Elbbrücke führen, einen Stein an den Hals hängen und ihn hinab stoßen und sagen: Ich taufe dich im Namen Abrahams“ ist allerdings nicht weich zu spülen. Führende Nazis wie Julius Streicher haben sich in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen auf Luther berufen.
Im Laufe der „Luther Dekade“ sah sich die ev. Kirche gezwungen, sich von Luthers Judenhass zu distanzieren. „Luther Botschafterin“ Margot Käßman räumte ein, erst jetzt die Texte von Luther gelesen zu haben. Statt von einer Lutherdekade spricht die ev. Kirche inzwischen lieber von einer Reformationsdekade.
Die Broschüre hat das Verdienst, dass sie neben dem mittlerweile etwas bekannterem Judenhass von Luther auch die gesamte Persönlichkeit von Luther als Hassprediger dokumentiert. Er wollte Hexen am liebsten selber verbrennen, forderte dazu auf, die aufständischen Bauern mit dem Schwert zu erschlagen und wollte den Papst und die Kardinäle an den Galgen bringen. Behinderte wollte Luther ersäufen, Prostituierte ädern und rädern. Aber auch Prediger, die nur ein wenig von seiner Lehre abwichen, drohte er mit der Todesstrafe. Er erkannte, dass die Vernunft der ärgste Feind des Glaubens ist. Ihr sollten die Augen ausgestochen werden.
Die Broschüre besteht zu einem großen Teil aus Luther-Zitaten, die mit Quellennachweisen dokumentiert sind.
Die Druckversion der Broschüre kann beim Treffen der Initiative Religionsfrei im Revier für 1 Euro erworben werden. Sie steht auch als pdf-Datei zur Verfügung.

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