Eingeladen sind alle kritisch denkenden Menschen – auch interessierte Nochgläubige, die es sich trauen, jahrtausende alte Dogmen zu hinterfragen:
Das nächste RiR-Treffen im Bahnhof Langendreer (Raum 6) findet am 22.12.’17 um 19 Uhr statt.
Der nächste Sonntagstreff im Sozialen Zentrum ist am 10.12.’17 um 11 Uhr (mit Frühstücksbuffet).

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Bundesverfassungsgericht lehnt Entscheidung über Feiertagsgesetz ab

Initiative muss erst mit Ausnahmeantrag scheitern, um Verfassungsbeschwerde einreichen zu können
In ungewöhnlich kurzer Zeit hat das Bundesverfassungsgericht über eine Verfassungsbeschwerde der Initiative Religionsfrei im Revier entschieden. Gegenstand der Beschwerde war das Feiertagsgesetz NRW, das Unterhaltungsveranstaltungen an stillen Feiertagen verbietet. Die Initiative hatte dagegen protestiert, dass auch Nicht-Christen am Karfreitag nicht kollektiv fröhlich sein dürfen und hatte verbotener Weise den Film „Das Leben des Brian gezeigt“. Die Stadt Bochum verhängte daraufhin ein Bußgeld. Das Gericht hat nun eine Entscheidung darüber abgelehnt, ob die Freiheitsbeschränkungen des Feiertagsgesetzes mit den Normen des Grundgesetzes vereinbar sind. Die Initiative hätte zunächst vergeblich eine Ausnahmegenehmigung zur Durchführung der Veranstaltung beantragen und dann dagegen über alle Instanzen klagen müssen, um eine Verfassungsbeschwerde einreichen zu können. Weiterlesen

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Abgang eines Richters

Der 30. 11. 2017 war für die Initiative Religionsfrei im Revier ein spannender Termin. Es war klar, wenn es bis dahin keine Entscheidung über die Verfassungsbeschwerde gegen das Feiertagsgesetz NRW gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Sache einen positiven Ausgang nimmt. Berichterstatter (also federführend verantwortlich) für die Verfassungsbeschwerde war nämlich Bundesverfassungsrichter Dr. h. c. Wilhelm Schluckebier – ein äußerst konservatives CDU-Mitglied, das u. a. unter Helmut Kohl im Bundeskanzleramt gearbeitet hat. Es war klar, dass er auf keinem Fall der Verfassungsbeschwerde statt geben würde. Am 30.11. ging er in Ruhestand. Und er schaffte es als Abschluss seiner Tätigkeit beim obersten deutschen Gericht, die Verfassungsbeschwerde verfahrenstechnisch auszuhebeln. Der Kompromiss mit seinen KollegInnen: Grundsätzlich darf auch am Karfreitag etwas Unterhaltsames stattfinden – dies aber nur als beantragungspflichtige Ausnahme. Ob in diesem Fall ein Bußgeld angemessen ist, wenn keine Ausnahmegenehmigung beantragt wird, wurde erst gar nicht mehr erörtert.

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Das Fliegende Spaghettimonster – Religion oder Religionsparodie?

Vortrag & Diskussion mit Daniela Wakonigg

Das Fliegende Spaghettimonster (FSM) ist derzeit in aller Munde. Und das nicht nur in Form schmackhafter Nudelgerichte. Nein, auch in der Presse, in theologischen und religionsphilosophischen Diskussionen, in Gerichtssälen, im Religionsunterricht und sogar in der Ausbildung von Juristen wird das Fliegende Spaghettimonster mittlerweile regelmäßig gesichtet. Doch was hat es mit dieser merkwürdigen Gottheit auf sich, die aussieht wie ein großes Spaghettiknäuel mit hodenartigen Fleischklößchen und Stielaugen? Und warum glauben die Anhänger dieser Gottheit, die sich Pastafari nennen, dass nach dem Tod eine Stripperfabrik und ein Biervulkan auf sie warten, oder dass sie den Klimawandel bekämpfen können, indem sie sich als Piraten verkleiden? Der Spaghettimonster-Glauben entstand 2005 u.Z. im Zuge der Auseinandersetzungen um einen zunehmenden Einfluss der Kreationisten in den USA. Diese Entstehungsgeschichte des Nudel-Glaubens sowie die skurrilen Elemente des FSM-Kults führen bei vielen Menschen fast reflexartig zu der Auffassung, dass es sich beim Pastafarianismus nicht um eine Religion, sondern um eine Religionsparodie, oder gar eine Spaßreligion handelt. Doch ist diese Einschätzung tatsächlich richtig? Gibt es nicht vielleicht doch Gründe, die dafür sprechen, dass Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters eine echte Religion ist?

FSM-BuchtitelReferentin: Daniela Wakonigg ist studierte Philosophin, Germanistin und katholische Theologin. Sie arbeitet als freie Autorin und Journalistin – unter anderem für den WDR – und ist stellvertretende Chefredakteurin des Humanistischen Pressedienstes. Die Frage nach der Existenz oder Nicht-Existenz von Gottheiten fasziniert sie bereits seit ihrer Kindheit. 2017 erschien ihr Buch Das Fliegende Spaghettimonster – Religion oder Religionsparodie? im Alibri-Verlag.

Fr. 22.12. 19 Uhr, Bhf. Langendreer (Raum 6)
Wallbaumweg 108, 44894 Bochum
Eintritt frei

Veranstaltet von Religionsfrei im Revier

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L-U-T-H-E-R & Philipp Möller bei Jan Böhmermann

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Universität Witten/Herdecke, GLS-Bank und Waldorf-Pädgogik
Kritisches über Anthroposophie & Rudolf Steiner

Am kommenden Sonntag, den 12. 11. ab 11 Uhr lädt die Initiative Religionsfrei im Revier zu ihrem monatlichem ketzerischen Frühstück ein. Diesmal geht es um Waldorfschulen, Anthroposophie & Rudolf Steiner. Das mittlere Ruhrgebiet ist ein Zentrum der von Rudolf Steiner entwickelten Anthroposophie. Die GLS-Bank in Bochum (Bilanzsumme 2016: 4,597 Mrd. Euro), das Institut für Waldorf-Pädagogik in Witten und die „Universität Witten/Herdecke“ sind weltweit führende antroposophische Einrichtungen. Auch die vielen Waldorfschulen und -kindergärten im Ruhrgebiet berufen sich ausdrücklich auf die von Rudolf Steiner entwickelte Waldorfpädagogik, die auf der anthroposophischen Menschenkunde Steiners beruht. Im Schuljahr 2016/17 gab es nach eigenen Angaben in Deutschland 239 Waldorfschulen mit 86.995 SchülerInnen. Außerdem existierten in Deutschland im März 2017 561 Waldorfkindergärten. Weltweit sind es ca. 1850 Kindergärten und 1100 Schulen in 64 Ländern. Den Eltern der Kinder in den Waldorf-Einrichtungen sind die Gemeinsamkeiten der Steinerschen „Menschenkunde“ mit völkischen und faschistisch-rassistischen Strömungen häufig unbekannt. Weiterlesen

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Lutherdekade: Endlich vorbei

Heute enden die zehnjährigen Feierlichkeiten der evangelischen Kirche für einen der schrecklichsten Hassprediger der deutschen Geschichte. Über seine Hasstiraden ist an dieser Stelle ausführlich berichtet worden. Die protestantischen KirchenführerInnen haben versucht, die vielen „Schattenseiten“ von Luther zu vertuschen. Gleichzeitig betreiben sie eine unglaubliche Heroisierung ihres Konfessionsbegründers. Luther hat weder Thesen an eine Kirchentür genagelt, noch als erster die Bibel ins Deutsche übersetzt, noch ist er der Schöpfer der neuhochdeutschen Schriftsprache und am allerwenigsten war er ein Verfechter für Glaubens- oder gar Meinungsfreiheit. Die Bundeszentrale für politische Bildung widerlegt diese Mythen und schreibt: „Und ‚hier stehe ich, ich kann nicht anders‘? Das ist immerhin gut erfunden.“ Die Lutherdekade als riesige Werbekampagne der evangelischen Kirche ist mit mehr als einer Viertel Milliarde Euro aus allgemeinen Steuergeldern finanziert worden. Näheres. Die staatlichen Stellen verstoßen hiermit eklatant gegen das Grundgesetzgebot der weltanschaulichen Neutralität. Prof. Dr. Robert Zwilling hat auf der Tagung von Religionsfrei im Revier am 21. Oktober in Bochum einen Vortrag gehalten zu dem Thema: „Darf man einen großen Judenhasser 10 Jahre lang mit einem Millionenaufwand vermarkten?“ Sein Fazit: „Die Evangelische Kirche hätte besser daran getan, den historischen Luther in seiner Zeit zu belassen, statt den Versuch zu machen, ihn zu einer Ikone des 21. Jahrhunderts hochzustilisieren. Hierfür ist er nicht geeignet. Für die Probleme unserer Zeit hat er uns nichts zu sagen. Wenn die Evangelische Kirche nicht mehr an Substanz aufzubieten hat als die Berufung auf einen großen Judenhasser, dann entblößt das die Leere ihres Angebots.“

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Bilanz der Lutherdekade

Die Initiative Religionsfrei im Revier hat zum Abschluss der von der evangelischen Kirche zelebrierten“ Lutherdekade“ eine Broschüre mit dem Titel „Hassprediger Luther – Abgründe eines Reformators“ veröffentlicht. Hierin wird dokumentiert, mit welchem mörderischen Hass Luther Andersglaubende und Denkende verfolgt hat. Luthers Buch „Von den Juden und ihren Lügen“ war schließlich eine Blaupause für den Holocaust. Die ev. Kirche und Theologen wie Günter Brakelmann versuchen immer wieder, den Judenhass von Luther zu verharmlosen. Luthers Zitat „Wenn ich einen Juden taufe, will ich ihn an die Elbbrücke führen, einen Stein an den Hals hängen und ihn hinab stoßen und sagen: Ich taufe dich im Namen Abrahams“ ist allerdings nicht weich zu spülen. Führende Nazis wie Julius Streicher haben sich in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen auf Luther berufen. Weiterlesen

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Science Slam

SciSlam-FlyerWissen rockt!
Der Science Slam bietet Studierenden und Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, ihre Forschungsprojekte in einem unterhaltsamen 10-Minuten-Vortrag auf die Bühne zu bringen. Im Gegensatz zum Poetry Slam sind hier alle Hilfsmittel erlaubt: PowerPoint-Präsentationen, Requisiten oder Live-Experimente sind herzlich willkommen.

Die Moderation von Tobias Löffler und das Engagement der Wissenschaftler*innen lassen einen informativen und unterhaltsamen Abend erwarten. Und am Ende entscheidet das Publikum, welche*r Slammer*in als Sieger*in nach Hause geht.

Mi 8.11., 20 Uhr VVK 5 € AK 7 €, Tickets online: http://bahnhof-langendreer.de
Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum – Tel. 0234-6871635

Veranstaltet von Boskop Kulturbüro, Bahnhof Langendreer und Religionsfrei im Revier

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