Freitag, 24. Mai 2013

Fakten über einen Großkonzern


Presseerklärung 01.13

Religionsfrei im Revier fordert ein von religiöser Moralethik freies Gesundheitswesen

Nach der Abweisung eines Vergewaltigungsopfers in zwei katholischen Krankenhäusern in Köln, ist wohl den meisten Menschen in unserem Land eines klargeworden: Eine Organisation, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet hat, kann ihre Aufgaben nicht in vollem Umfang erfüllen, solange sie sich auf ideologische Grundsätze beruft. Mit diesem Fall wird deutlich, dass diese ideologischen Grundsätze für die Allgemeinheit nicht akzeptabel sind und hier sogar zu menschenverachtendem Handeln führen.

In der katholischen Kirche existiert offensichtlich immer noch ein Menschenbild, welches in der modernen Wissenschaft keine empirische Grundlage hat. Ein menschliches Bewusstsein entwickelt sich erst im Laufe der ersten Lebensmonate und -jahre. Eine Eizelle, die sich nicht einnisten kann, hat noch kein Bewusstsein, im Gegensatz zu einer erwachsenen Frau, die sowohl physischen, als auch psychischen Schmerz erleiden kann.

Der religiöse Missionsgedanke hinterlässt einen üblen Nachgeschmack, da der Eindruck erweckt wird, dass Hilfe nur erteilt wird, wenn man sich an das gewünschte weltanschauliche Gefüge anpasst. „Nach unserem heutigen Empfinden sollte ein leidendes Wesen unsere volle Aufmerksamkeit und Fürsorge erfahren und nach den Möglichkeiten der modernen Medizin behandelt werden. Eine befruchtete Eizelle ist noch weit von Empfindungen und Bewusstsein entfernt. Wer dem aus seinem religiösen Verständnis heraus eine besondere Bedeutung beimisst, soll dies gerne tun können, aber möge doch bitte seine Vorstellungen nicht auf alle anderen projizieren.“ fordert Jörg Schnückel von Religionsfrei im Revier.

Eine dem Gemeinwohl verpflichtete Organisation, die sich zu fast 100% aus öffentlichen Mitteln und KV-Zahlungen finanziert, darf nicht das Recht haben zu ideologisieren.

 


Rezension eines persönlich Betroffenen

Rudolf Steiners langer Schatten

von Irene Wagner

 

Achteinhalb Jahre hat Jörg Schnückel auf einer Waldorfschule verbracht. Die Lektüre des Buches von Irene Wagner war insofern auch ein Blick zurück auf die eigene Biographie. Nachhaltig beeinflusst hat ihn diese Zeit offenbar nicht, denn das heutige Vorstandsmitglied des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) [LINK: http://www.ibka.org/leute/joerg-schnueckel-vorstand] blickt zwar ohne Zorn zurück, aber doch aus gehöriger Distanz.

 

1973, meine Grundschulzeit hatte ich erfolgreich hinter mich gebracht und es stand der Schulwechsel an. Die Entscheidung meiner Eltern fiel für ihren Erstgeborenen auf die Waldorfschule. Als Profiteure der Wirtschaftswunderjahre und wohl mangels ausreichender Auswahl in der näheren Umgebung und vielleicht auch aus Gründen, die mir nie bekannt wurden, lag die Entscheidung nahe, den Filius auf ein Waldorfinternat zu schicken. mehr… »


Die Mondverschwörung + RiR-Treffen

Am 21.12., zur drohenden Sonnenwende (samt prognostiziertem Weltuntergang, usw.), möchten wir unser Treffen standesgemäß mal etwas gemütlicher bei selbst Gekochtem [auswärtig im Sozialen Zentrum!] und der Dokumentation “Die Mondverschwörung” zelebrieren.
Eingeladen sind natürlich wie immer alle kritisch denkenden Menschen: Konfessionsfreie, Agnostiker, Atheisten, Humanisten, Freidenker, Skeptiker usw. – aber auch interessierte Nochgläubige, die es sich trauen, jahrtausende alte Dogmen kritisch zu hinterfragen.
Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch freuen wir uns freilich über kleine Spenden.
Beginn ist um 19 Uhr im SZ Bochum (Josephstr. 2, Bochum SZ-Bochum.de).


RiR bei ver.di

Katholisch operieren – evangelisch Fenster putzen


unter dem Motto fand am Freitag, 22.11.2012 zum ersten Mal eine gemeinsame Veranstaltung von ver.di und Religionsfrei im Revier statt.

Trotz des späten Freitagnachmittag und im Vorfeld starker Bedenken seitens ver.di, sich auf eine Zusammenarbeit mit “Atheisten” einzulassen, zeichnete sich für die bevorstehende Veranstaltung ein erfolgreicher Verlauf ab. Der Vortragsraum im ver.di-Gebäude in Bochum war sehr gut gefüllt. Rund 45 Interessierte waren gekommen, um den Vorträgen von Ingrid Matthäus-Maier als Sprecherin der GerDiA-Kampagne und ver.di-Gewerkschaftssekretär Georg Güttner-Meyer zuzuhören. Die Organisationen eint der Wunsch, nicht länger hinzunehmen, dass Arbeitnehmer in Einrichtungen der beiden großen Kirchen in Deutschland Einschränkungen des Arbeitsrechts und ihrer Grundrechte ausgesetzt sind. mehr… »


Presseerklärung: Ketzerisches zum Advent

Religionsfrei im Revier fordert: Kein Gottesbezug im Grundgesetz!

 

Unser Grundgesetz, eines der wichtigsten Dokumente unserer Demokratie, darf keinen Gottesbezug mehr enthalten. Da weit über 50% der Bevölkerung nicht mehr an irgendeinen Gott glaubt, kann ein Grundgesetz mit Gottesbezug nicht für die ganze Bevölkerung relevant sein.

“Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen” mag 1949, als der größte Teil der Bevölkerung noch Mitglied einer Kirche war, den Verfassern der Präambel des Grundgesetzes noch wichtig und auf die meisten Menschen zutreffend erschienen sein. mehr… »


Kirche als Arbeitgeber

Auf der heutigen Veranstaltung bei ver.di über das Thema Kirche als Arbeitgeberin fand der kürzlich gesendete Beitrag im ARD-Magazin Panorama zu diesem Thema viel Interesse.


Presseerklärung zur Wahl von Göring-Eckardt

Finsterlinge des Obskurantismus sind für Religionsfreie nicht wählbar!

Zur Wahl der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Katrin Göring-Eckardt, zur Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl 2013 erklärt „Religionsfrei im Revier“:

Frau Göring-Eckardt, die sich als ev. Theologin mit ihren Äußerungen in der Öffentlichkeit als Anhängerin eines religiös geprägten, obstrusen Weltbildes präsentiert, ist für Religionsfreie nicht wählbar. Die Grünen stoßen mit ihrer Wahl von Frau Göring-Eckardt zur Spitzenkandidatin Menschen mit einem aufgeklärten, vom Humanismus geprägten Weltbild vor den Kopf.

„Die ‚Sache mit Gott’ im 21. Jahrhundert neu zum Leuchten zu bringen“, ist ihr erklärtes Ziel für das Reformationsjubiläum in der Lutherdekade. (Synodaltagung 04. 11. 12) Diese rückwärtsgewandte Missionierung, unterstützt mit Steuergeldern in Millionenhöhe, lehnen nicht nur Religionsfreie ab.

Im 21. Jahrhundert und fast 300 Jahren nach der Aufklärung braucht niemand mehr die Thesen und Worte eines Martin Luthers.

Die Zeiten solcher Finsterlinge und Obskuranten aus dem religiösen Spektrum sind lange vorbei. Wer sie wieder aufleben lassen will, vertritt nicht die Interessen einer aufgeklärten Gesellschaft.

Manfred Such

ehem. MdB