Mittwoch, 23. April 2014

Archives from year » 2010

Was bahnt sich denn so für 2011 an?

Auf jeden Fall werden wir uns, wie bereits angekündigt, mit dem Dauerbrenner “Arbeitsrecht in kirchlichen Einrichtungen” beschäftigen. Entsprechende Vorbereitungen sind im Gange.

Ein weiterer, für Religionsfrei im Revier wichtiger Diskussionspunkt wird sich mit dem Thema Menschenrechte, Grundrechte und Grundgesetz beschäftigen. Schwerpunkt werden hier natürlich die Artikel zu Religion und Religionsfreiheit sein. mehr… »


Evangelisches Krankenhaus in Herne behindert Mitarbeitervertretung

Die Gewerkschaft ver.di-Herne weist Zensurmaßnahmen der Geschäftsführung der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft (EvK) gegenüber der dortigen Mitarbeitervertretung (MAV) zurück. Wir dokumentieren die Pressemitteilung vom 13. Dezember 2010: mehr… »


Jahr des Kirchenaustritts ausgerufen

Unter dem Motto „Mehr Netto, mehr Freiheit, mehr Solidarität!“ rufen Organisationen der säkularen Szene zum 11.11. das Jahr des Kirchenaustritts aus. Es sei ein Mythos, dass die Kirchensteuer primär für mildtätige Zwecke eingesetzt wird. Deshalb müsse sich auch niemand wegen eines Kirchenaustritts ein schlechtes Gewissen machen lassen. Wer aus der Kirche austritt, könne nicht nur Geld sparen, sondern zugleich auch ein Zeichen gegen den staatlichen Kirchensteuereinzug und für die Trennung von Kirche und Staat setzen.

Die Kampagnenwebsites: kirchenaustrittsjahr.de und kirchensteuer.de

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Religion als Bildungsauftrag in Kitas?

Bochumer Katholikenrat will konfessionsfreie Eltern bevormunden

Am 12. November hatte sich WDR Moderatorin Catherine Vogel in der “Aktuellen Stunde” darüber mokiert, was in einer Bochumer Kindertagesstätte passiert war: “In manchen städtischen Kindergärten oder Kindertagesstätten hat man Sankt Martin gekündigt. Dort findet der Zug statt, aber eben ohne den heiligen Mann auf dem Pferd und es heißt dann Laternenfest. Dabei wollen die Kindergärten ihre religiöse Neutralität waren, so wie in einer Kita in Bochum.” Am 26. November legte der örtliche Katholikenrat nach. In einer Pressemitteilung (6-10) heißt es: “Die Katholikenratsvorsitzenden Lothar Gräfingholt und Dr. Maria Petermeier stimmt der Trend nachdenklich, dass christliche Feste keinen festen Platz mehr im gesellschaftlichen Leben haben. [...] Auch städtische Einrichtungen haben aus Sicht des Katholikenrates im Rahmen ihres Bildungsauftrages die Sorgfaltspflicht jungen Menschen zum Verstehen und Erlernen von Religion sowie Kultur ihrer Heimat beizutragen.” Als CDU-Ratsmitglied hat Gräfingholt auch eine Anfrage an die Verwaltung zu dem Thema gestellt. Die Ruhr Nachrichten nahmen das Thema auf und fragen ganz besorgt: “Laternenumzug ohne Sankt Martin? Weihnachten ohne Jesus Christus?” mehr… »


Den Seinen gibt’s der Herr vom Staat

Veranstaltung zur staatlichen Kirchenfinanzierung mit Carsten Frerk

Am 29.11.2010 klärte im Studio 108 des Bahnhofs Langendreer in Bochum Carsten Frerk über die staatliche Finanzierung der Kirchen und kirchlicher Arbeit und Einrichtungen auf. Eingeladen hatten der IBKA e.V., der auch mit einem Bücherstand vertreten war und der Bahnhof Langendreer (Ankündigung siehe unten).

Frerk las dabei nicht aus seinem neuen Buch “Violettbuch Kirchenfinanzen”; dabei hätte nur ein kleiner Bereich der umfangreichen Subventionen und Geldflüsse herausgepickt werden können. Stattdessen schaffte Frerk es, einen Umriss der wichtigsten Punkte und die entsprechenden Beträge dem Publikum kurzweilig näher zu bringen. Dabei bezog er das Publikum immer wieder ein, indem diese die jeweiligen Zahlen schätzen sollten. mehr… »


Religion ist kein Unterricht

Veranstaltungsbericht und Hintergrundinformationen

Am Freitag, den 19.11.2010, fand in Bochum im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer ein gut besuchter Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde zur Thematik konfessionsfreie Schüler und Schülerinnen und Religionsunterricht bzw. Religionsersatzunterricht an öffentlichen Schulen statt. Die Initiative Religionsfrei im Revier hatte bei einem Vorbereitungstreffen einige Fragen (siehe Anlage) zusammengestellt und anschließend als Experten Rainer Ponitka eingeladen. Als Sprecher der AG Schule beim IBKA hat er umfangreiche Informationen zum Thema gesammelt. Der Abend wurde von Christoph Lammers moderiert. mehr… »


NRW-Ministerpräsidentin Kraft zum Laizistischen Arbeitskreis in der SPD

Kürzlich haben einige SPD-Mitglieder sich zusammengefunden, um einen Arbeitskreis der Laizisten und Laizistinnen bei der SPD zu gründen. Bereits in der Gründungsphase wurde ihnen Steine in den Weg gelegt. So durften sie auf ihrer Website “SPD” nicht in der Domain führen und mussten kurzerhand umziehen. Der SPD-Vorsitzende Gabriel hat sich bereits ablehnend geäußert. Auf abgeordnetenwatch.de wurde die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, in ihrer Funktion als stellvertretende Parteivorsitzende zu Ihrer Meinung befragt. Das Ergebnis: Sie möchte ihre Meinung noch nicht kundtun. Und sie sei bekennende Christin.

Warum ein Christ sich nicht für die Trennung von Staat und Kirche, die ja auch die Freiheit der Relgiösen von staatlichen Vorgaben garantiert, einsetzen kann, bleibt offen.

Frage und Antwort von Hannelore Kraft (Frage von Oliver Marx)

Website der Laizistischen Sozis

Der Arbeitskreis muss vom SPD-Vorstand anerkannt werden, um offiziell innerhalb der SPD tätig werden zu können. Übrigens: Offizielle SPD-Arbeitskreise der christlichen und der jüdischen Mitglieder existieren.


Den Seinen gibt’s der Herr vom Staat

Am Montag, 29. November 2010 wird Dr. Carsten Frerk auf Einladung des IBKA und des Bahnhofs Langendreer einen Vortrag über die staatliche Finanzierung der Kirchen halten. Dabei wird er aus seinem bald im Alibri-Verlag erscheinenden Buch “Violettbuch Kirchenfinanzen: Wie der Staat die Kirchen finanziert” lesen.

Obwohl die beiden großen christlichen Kirchen heute weniger als zwei Drittel der Bevölkerung organisieren, werden viele ihrer Belange durch die öffentliche Hand finanziert. Und das betrifft keineswegs nur Krankenhäuser oder Sozialstationen, die von der Allgemeinheit in Anspruch genommen werden können. Ob Bischofsgehälter, die Ausbildung kirchlichen Personals oder Missionswerke – konfessionsfreie und andersgläubige Bürgerinnen und Bürger zahlen alle kräftig mit.

Carsten Frerk gibt einen systematischen Überblick, zu welchen Gelegenheiten der Staat von den Kirchen zur Kasse gebeten wird. Er problematisiert versteckte Begünstigungen wie die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer, erläutert die rechtliche und historische Fragwürdigkeit der so genannten Staatsleistungen und stellt die Frage, warum die Allgemeinheit soziale Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft bezuschusst, obwohl dort die Arbeitnehmerrechte weitgehend außer Kraft gesetzt sind.

Dabei geht es nicht um Kleinigkeiten: Die Zuwendungen der öffentlichen Hand an die Kirchen übersteigen deren Einnahmen aus der Kirchensteuer bei weitem. Und da die Kirchen steuerbefreit sind, tragen sie nichts zur Finanzierung der gesellschaftlichen Infrastruktur bei, von der sie profitieren.

Zeitungsartikel

Ort und Zeit der Veranstaltung:

29.11.2010, 19.30 Uhr
Bahnhof Langendreer,  Studio 108
44892 Bochum-Langendreer, Wallbaumweg 108

Foto von Evelin Frerk. [http://www.evelinfrerk.de]